Sozial Domain Grabbing: Firmen werden ausgetrickst!

27. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Domain Knowhow, Domain News

Corporate-Identity-Theft: Identitätsdiebstahl bei Hackern immer beliebter

Der sogenannte Corporate-Identity-Theft der Identitätsdiebstahl von Unternehmen in sozialen Netzwerken wird bei Cyberkriminellen anscheinend immer beliebter. Es tauchen in den Medien häufiger Berichte darüber auf, dass Unternehmen „Lösegeldforderungen“ für die Freigabe der Originaldomains erhalten haben. Viele Firmen zahlen stillschweigend die geforderten Summen, denn der Internetauftritt kann heute entscheidend über Gewinn oder (Image) Verlust eines Unternehmens sein.

Domain Präsenz in sozialen Netzwerken ist wichtig
Die meisten Unternehmen stufen die Präsenz in sozialen Netzwerken als bedeutend ein und pflegen die Seiten dementsprechend. Doch es gelingt Kriminellen immer wieder, die Seiten und Firmenprofile zu kapern. In Internetkreisen wird dieses Vorgehen “Grabbing“ genannt. Da in vielen sozialen Netzwerken der Profilname nur einmal vergeben werden kann, müssen Unternehmen wie bei der Registrierung von Domains schnell reagieren, denn sonst ist der Profilname vergeben und es gibt nur die Chance, ihn – meist gegen eine hohe Summe – auszulösen.

Professionelle Hacker beschäftigen sich sehr häufig mit der Unternehmerlandschaft von Staaten. Vor allem, wenn aus kleinen Startups oder Vereinen größere Unternehmen werden, reagieren sie oft schneller als deren Betreiber selbst und registrieren kostenfrei Domains oder Profilnamen, um später die Seiten inklusive der Follower gewinnbringend zu verkaufen. Die Seiten wurden vorher „originalgetreu“ mit Logo oder Motto gestaltet, damit viele Käufer oder Fans den Weg auf das Fake-Portal finden. Je mehr, desto besser, denn die Cyberkriminellen verlangen hohe Ablösesummen.

Schutz vor Identitätsdiebstahl
Es ist für Unternehmen sehr wichtig, geeignete Maßnahmen gegen den Identitätsdiebstahl zu ergreifen. Die Betreiber von Sozial Media Seiten oder Netzwerken haben das Problem erkannt und bieten verstärkt Verifizierungen an, damit die Nutzer schneller Fake-Seiten erkennen.

Besonders wichtig sind schnelle Reservierungen von Unternehmensseiten, denn das Prinzip heißt : „Come first, first served“. Solche Reservierungen sollten zu den ersten Schritten jedes Unternehmens – egal wie klein es am Anfang ist – gehören.

Gegen das „Grabbing“ und Erpressungsversuche können Unternehmen gerichtlich vorgehen, denn das ist strafbar. Hat allerdings ein gleichnamiges Unternehmen aus einem anderen Teil der Welt das Profil rechtens angelegt, sind die Unternehmer einfach nur zu spät und können die Aufgabe des Profilnamens nicht verlangen.

 

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