January 21st, 2008 at 9:58 pm
Im Moment laufen in verschiedenen Domainforen Anfragen und Diskussionen über die beste Art, eine Domainweiterleitung umzusetzen. Hier geht es grundsätzlich darum, dass eine bestimmte Domain die Hauptdomain des Projektes ist, während andere Themenrelevante Domains, auch Zubringerdomains genannt, ebenfalls zum Projekt führen sollen. Ich werde hier versuchen, die verschiedenen Möglichkeiten darzustellen und die vor und Nachteile zu beschreiben.
Verschiedene Domains zum gleichen Ordner leiten.
Eine sehr beliebte Praxis ist es, alle Domains intern zum gleichen Ordner auf dem Server zu leiten. Somit erscheint in der URL Zeile die eingegebene Domain und egal welche Domain zufällig aufgerufen wurde, erscheint der gleiche Inhalt. Auch wenn sich diese Möglichkeit auf dem ersten Blick recht plausibel anhört, ist sie eher die schlechtere Lösung. Da alle Domains zum gleichen Inhalt führen, kommen die Suchmaschinen durcheinander. Sie erkennen Mehrfach den gleichen Inhalt und müssen sich entscheiden, welche der Domains das Original darstellt. Die anderen Domains werden dann ignoriert. Das Ergebnis ist schwer kontrollierbar und kann damit enden, dass der Inhalt sehr schlecht in den Suchmaschinen positioniert wird oder schlimmsten Falls gar nicht erst im Index aufgenommen wird.
Fazit: Diese Art der Domainweiterleitung ist nicht zu empfehlen
Domainweiterleitung mit Permanent Redirect (301)
Diese Methode erledigt nicht nur die Weiterleitung, sondern informiert die Suchmaschinen gleichzeitig, dass die Inhalte der weitergeleiteten Domain in Zukunft auf der neuen Adresse zu finden sein wird (Redirect Permanent). Diese Domainweiterleitung, oft als Suchmaschinenfreundliche Lösung angepriesen, nimmt die umgeleitete Domain aus dem Index und weißt alle eingehenden Links der Zieldomain zu. Gleichzeitig vererbt die Zubringer Domain die Pagerank Anzeige der Zieldomain, dabei handelt es sich jedoch lediglich um die Anzeige, der Pagerank an sich ist nicht vorhanden. In bestimmten Kreisen wird diese Methode missbraucht um einen Pagerank vorzutäuschen z.B. um eine Domain besser verkaufen zu können.
Es gibt zwei Methoden, diese 301 Weiterleitung umzusetzen:
Domainweiterleitung 301 mit .htaccess
Hierfür muss die Einstellung des Apache Webservers die Administrative mod_rewrite unterstützen. Im Ordner, wo die Zubringer Domains zusammenlaufen, muss eine Datei Namens .htaccess erstellt werden. Diese Datei erhällt dann folgenden Inhalt:
Datei .htaccess
RedirectPermanent / http://www.hauptdomain.tld/
Domainweiterleitung 301 mit php
Hierfür muss der Webserver lediglich php-fähig sein. Im Ordner wo die Zubringer Domains zusammenlaufen wird eine Datei Namens index.php mit folgendem Inhalt erstellt:
Datei index.php
<?php
header("Status: 301 Moved Permanently");
$link = "http://www.hauptdomain.tld/";
header("Location: $link");
exit;
?>
Fazit: Das Attribut Suchmaschinenfreundlich trifft hier nur insofern zu, dass ein möglicher Ausschuß aus dem Index wegen Doppel Content entgegen gewirkt wird. Die Vorteile einer Generischen Domain als Zubringer werden jedoch komplett neutralisiert. Diese Methode der Domainweiterleitung eignet sich besonders um Domains mit unterschiedlichen TLDs auf die Hauptdomain zusammenzuführen.
Generische Zubringer Suchmaschinenfreundlich nutzen
Oft geht es nicht nur darum, z.B. den Firmennamen in unterschiedlichen TLDs zur Hauptadresse weiterzuleiten, sondern eher darum, weitere relevante generische Domains bestmöglich einzusetzen. Bestmöglich bedeutet oft, auch die Generische Stärke des Domainbegriffs in den Suchmaschinen zu nutzen. Auch dafür gibt es zwei möglichkeiten:
Domains Integrieren
Bestimmte Menüpunkte der Hauptdomain leiten dann nicht zu Unterseiten, sondern zu Inhalten der gleichnamigen Domain. Es sind dann zwar unterschiedliche Webpräzenzen, sie sind aber so verschmolzen, dass der Besucher kaum merkt, dass es sich um unterschiedliche Domains handelt. So kann jede Domain, wenn sinnvoll optimiert, ihr volles Potential ausspielen.
Als Beispiel für eine solche Umsetzung kann ich meine www.webrunde.eu vorzeigen. Die Hauptdomain ist zwar webrunde.eu, wer aber den Menüpunkt Forum anklickt, landet ohne es zu merken auf die Domain webdesignerforum.eu
Domains für externe Dienste nutzen
Diese Variante ist beliebig ausbaufähig und hat den Vorteil, dass auch Backlinks geschaffen werden. Generische Domains werden mit sinnvollem Inhalt online gestellt und gut sichtbar zum Hauptprojekt verlinkt. Besonders geeignet sind Dienste, die eine Interaktivität mit dem Benutzer fördert, zb. Foren oder Blogs. Der Nutzer findet diese Seite über Suchmaschinen, findet Inhalte, die für ihn interessant sind und klickt irgendwann weiter zum Hauptprojekt. Wichtig ist dabei, dass diese Seiten dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Reine Alibi Seiten werden den Benutzer eher abschrecken.
Als Beispiel kann man sich www.kampfsport-ninjas.de ansehen. Dieser Blog ist zur Unterstützung des Kampfsportforums ninjas.de entstanden.
Fazit: Dies ist der einzige Weg, das versteckte generische Potential einer Zubringerdomain vollständig zu nutzen, ist aber mit mehr Arbeit als bei normalen Domainweiterleitungen verbunden.
December 27th, 2007 at 4:19 pm
Das Domain Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu. Wir haben eine Menge erlebt, neue Trends wurden gesetzt und der Domainhandel verzeichnete recht imposante Verkäufe.
Was kann der Deutsche Domainhandel für 2008 erwarten?
Hochqualitative generische Domains werden weiterhin sehr begehrt sein. Immer mehr Firmen merken, wie wichtig die Richtige Domain ist, somit sind immer mehr generische Domains in "festen" Händen. Die logische Konsequenz für den Domainhandel sind steigende Preise. Beschreibende Domains mit entsprechenden Suchvolumen werden daher weiterhin den Ton angeben. Unter den TLDs hat .de in Deutschland ganz klar die Nase vorn, wobei sich .com Domains immer größerer Beliebtheit erfreuen. Während wir möglicherweise in bestimmten Bereichen steigende Nachfrage für .info Domains sehen werden, dürfte sich an der Akzeptanz von .net und .org im Momment eher wenig ändern. Gerade für letztere wird jedoch im Domainhandel eine positive Zukunft vorausgesagt, daher könnte es vermehrt zu Handel unter Domainern, Projektierern und Investoren kommen. Da solche Domains kaum Typeins produzieren, werden clevere Domainer solche Domains eher projektieren und somit zum Bekanntheitsgrad beitragen.
Unter Beobachtung steht natürlich die anfangs so hochgepriesene .eu. Eine Serie von Pannen bei der Vergabe, wie auch bei späteren Markenrechtlichen Entscheidungen, haben die Entwicklung und Beliebtheit der .eu Domains mächtig gebremst. Die Anzahl registrierter Domains bleibt jedoch steigend, insofern können wir davon ausgehen, dass insgesamt eine positive Entwicklung erwartet wird. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Tendenz demnächst im Domainhandel auswirkt.
Weiter im Anmarsch sehe ich kurze, leicht aussprechbare brandingfähige Domains. Diese Tendenz, die man im Amerikanischen Domainhandel bereits deutlich spüren kann, dürfte demnächst auch Deutschland verstärkt erreichen.
Internationaler Domainhandel
Bei den Englishsprachigen .com Domains werden wir sicher, wie gewohnt, immer wieder neue Rekordverkäufe sehen. Eine schwächung dieses Markts ist eher unvorstellbar. Bei einigen anderen generischen und Pseudogenerischen TLDs wie .mobi oder .tv bleibt abzuwarten was die weitere Entwicklung bringt.
Eine Besonders starke entwicklung können wir auch im Spanisch sprachigem Domainhandel erwarten. Der Markt ist zwar relativ jung, dafür ist der Wachstum um so stärker. Gewinner düften vor allem Spanische .com und .es Domains sein. Die Spanische TLD konnte sich bereits in diesem Jahr einem verhältnismäßig regen Domainhandel erfreuen. Dabei muss man bedenken, das diese Endung gerade mal vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde.
Weitere Märkte, die eine gewisse Stärke bereits erreicht haben, wie z.B. co.uk und .nl dürften relativ stabil bleiben. Andere ccTLDs wie z.B. .fr .it sowie die ganzen Osteuropäischen TLDs sind bisher noch gar nicht richtig in Bewegung gekommen. Welche sich eventuell 2008 im Domainhandel durchsetzen mag, ist reine Spekulation.
Zu guter letzt wird die Domainhandel Branche sicherlich den Start von .asia sehr interessiert verfolgen. Die umstrittene Art der Vergabe wird zwar wenig Raum für Domainhändler lassen, die bekannten Investoren der Branche werden aber sicherlich etwas Risikokapital da reinstecken.
October 14th, 2007 at 11:49 am
Eine besonders herausragende Domain findet immer Interessenten. Die Großgewichte aus der Branche, zu denen die Domain passt, wissen oft, was sie für Vorteile haben, wenn sie diese Domain ihr eigen nennen können.
Aber was ist mit den normalen kleinen und mittleren Unternehmen, den Kleingewerblichen und Selbstständigen und auch den Existenzgründern? Erstens sind sie meist unerfahren im Umgang mit der Materie, sie legen meist mehr Wert auf ihren eigenen Namen oder Firmenbezeichnung, und falls sie überhaupt den Vorteil einer generischen Domain erahnen, wissen sie noch nicht einmal, dass ihre Wunschdomain eventuell zu kaufen wäre. Sollten sie eventuell von Domain Verkäufen gehört haben, geht es auch nur um die, die für Rekordpreise den Besitzer gewechselt haben und dadurch in den Medien erwähnenswert waren. Sie sind dadurch verständlicherweise gleich abgeschreckt und meinen, eine Domain zu kaufen, wäre viel zu teuer.
Nun, diese Haltung ist weit verfehlt! Sinnvolle Domains für nahezu alle Betätigungsfelder sind meist für weitaus weniger Geld zu haben, als die wenigen, von denen man in den Medien gehört hat. Jedenfalls kann ein Kleinunternehmenr oder Existenzgründer sicherlich einen drei- bis vierstelligen Betrag für eine branchenbezeichnende und leicht zu merkende Domain ausgeben. Also, voran scheitert es???
Die Branche Domainhandel muss sich organisieren, sie muss Aufklärungsarbeit auf breiter Front leisten. Wir brauchen mehr allgemeine Domain Marketing maßnahmen. Der potentielle Endkunde muss erfahren, warum eine generische Domain überhaupt einen Wert hat, warum er mehr zielgerichtete Besucher bekommen würde, warum er bessere Chancen hat, in den Suchmaschinen weiter oben zu stehen und warum er sich mit der richtigen Domain von vielen Konkurrenten abhebt.
Nun, ich werde in meinen nächsten Beiträgen versuchen, die wichtigsten Argumente für eine generische Domain zusammenzustellen, um eine verständliche Quelle für alle zu schaffen. Zudem wäre ich für jegliche Hilfe dankbar. Wer weitere gute Quellen kennt oder selbst Beiträge zum Thema Domain Marketing schreiben möchte, wird gerne dazu eingeladen, hier mitzumachen.
October 7th, 2007 at 1:56 pm
Irgendwie scheinen die meisten Domainer Ihre Domains überwiegend bei den einschlägigen Domainparking Betriebern zu parken. Entsprechend boomen auch solche Domainparking Firmen und es entstehen auch immer wieder neue. Dies mag für einige Domainer die richtige Lösung sein, vor allem für die, die eine sehr große Anzahl Domains in Ihrem Domainportfolio haben.
Für die meisten Domainer jedoch, vor allem die, die gerade im Domain Business anfangen und nicht gleich Dutzende von Domains Täglich registrieren, würde es eher Sinn machen, Ihre Domains zu projektieren.
Domain Projektierung
Die Domainprojektierung hat große Vorteile gegenüber Domain Parking:
- Die Domain wird in den Suchmaschinen gelistet.
- Die Anzahl Besucher ist bedeutend mehr als bei Domain Parking.
- Es lassen sich verschiedene Monetarisierungsmöglichkeiten nutzen.
- Mehr Einnahmen als beim Domain Parking.
- Die Verlinkung mit anderen Domain Projekten bringt weitere Synergieeffekte.
- Die Domains rücken damit in das Blickfeld potentieller Interessenten.
- Die Argumente, die für Generische Domains sprechen, lassen sich wunderbar demonstrieren.
In Grunde gibt es keine Argumente, die dagegen sprechen könnten. Einzig und allein der Anfangsaufwand, die so eine Domain Projektierung mit sich bring, schreckt sehr viele Leute ab. Dabei ist es heutzutage nicht nur preiswert sondern, durch Einsatz von Content Management Systeme (CMS), relativ einfach geworden. Solche Systeme bieten eine wunderbare Möglichkeit innerhalb vorkonfigurierter Templates, Inhalte online zu stellen, editieren und löschen.