Richard Martin’s domain blog

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March 10th, 2008 at 6:41 pm

Domainhandel, Domainrecht und andere Tücken

Auch wenn viele von uns sich bereits eingehend mit dem Thema Domainrecht befasst haben und auch ich selbst sehr oft einige fragwürdige Methoden verurteilt habe, stelle ich nun fest, dass die Domainwelt immer noch nicht die Grenzen zwischen Gesetzt und Ethik kennen. Wenn die richtigen Voraussetzungen gegeben sind, gibt es durchaus ganz korrekte, legale und ethisch vertretbare Möglichkeiten, die richtige Domain für die Eigennutzung zu bekommen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die entsprechende Domain keinen kontaktierbaren Inhaber hat. Dafür gibt es klare Richtlinien der Registrierungsstellen. Zwar mag es einige Leute innerhalb des Domainhandels geben, die gerade diesen Fall verurteilen, aber es geht nicht um den "Fall", sondern vielmehr um die Person. Gerade die Argumente, die in den letzten Tagen in den verschiedenen Domainforen zu lesen waren sind meiner Meinung nach mehr als scheinheilig, sogar Boshaft und für den Domainhandel eher nur destruktiv. Dabei ergibt sich für mich eher die Frage, wer der nächste Lieblingsgegner für die nächste Schlammschlacht sein wird. Es ist nämlich meistens so, dass Dreck nur dort gefunden wird, wo es auch gesucht wird.

Überhaupt die Vorstellung, dass es Anfangs nach Meinung der erfahrenen Domainer im vorliegenden Fall besser sein soll, domainforum.de erst frei verfügbar zu machen, damit einschlägige Snapper sich die Domain aneignen können, um diese dann zu einem möglichst hohen Preis zu verkaufen, ist eine Farse, die eher den ganzen Domainhandel in Frage stellt. Um so mehr, wenn man bedenkt, dass diese ganze scheinheilige Diskussion öffentlich geführt wird, womit auch viele Leute darauf aufmerksam werden.

Andere Vorschläge in Richtung Domainverband sind zwar zumindest Ehrlich gemeint, können aber leider nur scheitern, da die wichtigsten Domainer ausgesprochene Einzelgänger sind. Ein Zusammenschluss scheint nur dann zustande kommen zu können, wenn man den idealen Buhmann als Gegner gefunden hat.

Ich frage mich auch, wie viele normale Verbraucher, die sich meistens nur immer wieder darüber ärgern, dass die Wunschdomain bereits belegt ist, für diese ganze Farse Verständnis haben würden. Wie lange wird es dauern, bis ganz andere rechtliche Grundlagen geschaffen werden?

Die ganze heuchlerei von vielen selbsternannten Professionellen Domainern finde ich inzwischen bedenklicher als die rechtlichen Tücken, um sich eine Domain für eine korrekte Nutzung anzueignen. Wenn ich sehe, wie einige einschlägige Profis mit dem Thema domainforum.de umgegangen sind, kann ich am Ende nur Oportunismus, eine ausgeprägte Missgunst gegen Daniel und unendliches Neid sehen.

Bezeichnend finde ich auch, wie Consultdomain jede Spekulation, berechtigt oder nicht, zulässt. Sie scheinen sogar ernshaft zu meinen, sie würden selbst über dem Schicksal der Domain domainforum.de bestimmen können. Wo sind wir denn eigentlich? Auch die Moderatoren von Domain People posten bei Domainconsult Ihre Vorschläge, wie nun mit Domainforum.de umgegegangen werden soll. Dabei bleibt natürlich festzuhalten, dass gerade bei Domain People jede Diskussion zum Thema sofort erstickt wird. Über die Gründe kann jeder selbst spekulieren.

Alle sinnvolle Grenzen wurden hier überschritten, nun wird es Deutlich, wer hier die Schmarotzer sind, die Ihren eigenen Vorteil daraus ziehen wollen sowie die Neider, die nichts anderes vorhaben als eine einzelne Person zu diskreditieren. Die Diskussion, in der Form wie sie gerade geführt wird, schadet uns allen, aber gerade das scheint einigen Leuten egal zu sein, wenn sie dafür den "richtigen" Buhmann in Missgunst bringen können.

Für diejenigen, die gerne schmunzeln, hier ein Zitat aus Consultdomain, was einiges auf dem Punkt bringt:

Zitat von User: i-buy-generic-com

Der Kern der Begründung von K ist in meinen Augen: "Ich, "K", habe extrem hohe Moralvorstellungen, ABER ich kann es nicht mitansehen, dass jemand diese (in meinen Augen 100% monetär wertlose) per unsauberem Trick in sein Portfolio einsteckt."

Dazu zwei nüchterne Anmerkungen:

Erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwer sonst sich die Mühe gemacht hätte, mit diesem total Zeit- und Energieaufwändigen Prozedere FirmaAnmeldenDisputeEinrichtenLöschungBeantragen sich so eine wirtschaftlich unbedeutende Domain zu holen.

Zweitens hätte K ja einfach nur den LETZTEN Schritt machen können, nämlich das Pochen auf Löschung. Dann hätte er eben bei den bekanten Snappern den Auftrag zum Snappen gegeben, und gut. Wobei das Endergebnis ja das gleiche gewesen wäre.

Zitat als Antwort von User: Quaderno (Moderator!)

Alexander, ich habe echt ein ganz komisches Gefühl wenn ich Deine Postings in diesem Zusammenhang lese. Ich persönlich denke es wäre wirklich besser wenn Du Dich bei diesem konkreten Thema einfach im Hintergrund halten könntest.

Es steht Dir moralisch nicht zu, den Versuch des Hijackings einer beschreibenden Domain bei einem Dritten zu kritisieren oder auch nur zu kommentieren. Auch wenn es schwerfällt, lass es einfach sein…
Gruss,
Holger

Hier auch der komplette Zusammenhang dazu: Thread Consultdomain

Da kann sich nun wirklich jeder seine eigene Meinung bilden.

PS
Ich entschuldige mich, falls das eine oder andere Wort etwas zu hart geworden ist, aber das ist meine momentane Gemütsverfassung. Vielleicht kann der eine oder andere zwischen den Zeilen lesen und gerade die Stellen im Domainbusiness entdecken, die im Moment in großer Gefahr sind. Darüber scheinen sich nur wenige Leute bewusst zu sein, sonst würden sie derartigen Schlammschlachten unterlassen und stattdessen den sachlichen Dialog suchen.

 

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