Domainkamera: Spammer hacken Webcams

30. Januar 2016 | Von | Kategorie: Domain Knowhow, Domain News

Unerwünschte Einblicke: IP-Kamera Trolling als neuer „Trendsport“

IP-Kameras sind gerade im Trend, bergen aber auch Gefahren. Denn sie sind mit dem Internet verbunden und damit – wie jedes andere WLAN Gerät – zu hacken.

Das Online-Magazin „ct“ warnte vor Kurzem vor billigen IP Kameras, die in Discountern wie Aldi angeboten werden. Durch eine mangelhafte Software wurden die Bilder der Kameras ungeschützt durch das Internet gesendet. Passwörter und Logins waren sogar für Laien schnell zu knacken.
Auch wenn der Hersteller Maginon die Software nachgebessert und die neue Version zum Download bereitgestellt hat, bleibt bei den Nutzern ein ungutes Gefühl, denn immer mehr Spanner oder Internet Trolle veröffentlichen private Einblicke mittels gehackter Kameras.

Suchmaschinen für ungeschützte IP-Kameras
Die Hacker oder Trolle finden eine große Menge an ungeschützten IP-Kameras direkt über Suchmaschinen im Internet. Die Suchmaschine Shodan sucht nach Aufforderung sehr gezielt im Internet der Dinge nach IP4 Kameras. Die Anfragen können auf der Domain mittlerweile sehr gezielt gestellt werden, etwa nach Marke oder Eigenschaften gefiltert. Nur in Deutschland lassen sich schon mehr als 20.000 IP Adressen der Kameras herausfiltern. Auch wenn einige Geräte nicht online oder passwortgeschützt sind, finden Trolle doch noch genug Geräte, die sie manipulieren können.

Die Trolle aktivieren die Kameras nachts und sprechen die Besitzer an. Sie filmen oft sehr private Momente und Umgebungen und stellen die Videos dann ins Netz.

Empfehlung: starke Passwörter und gute Geräte
Wer sich nicht im Internet wiederfinden will, sollte bereits beim Kauf der IP Kamera auf ein hochwertiges Gerät achten, das die WPA2-Verschlüsselung im heimischen WLAN unterstützt. Mehr Sicherheit entsteht durch ein ungewöhnliches, starkes Passwort, das regelmäßig geändert werden sollte. Es kann sinnvoll sein, die Kamera auch mal offline zu lassen, um Hackern den Zugang zumindest zeitweise zu erschweren.

Die Übertragung von Daten und Bildern sollte immer gut verschlüsselt erfolgen. Die Hersteller geben dazu meist konkrete Hinweise in der Bedienungsanleitung. Dann sind die Nutzer zumindest sicher, dass Trolle und Hacker deutlich länger benötigen, um die Passwörter zu knacken und die Kameras zu manipulieren.

 

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