DDoS Domainangriffe legen Liberia lahm

10. November 2016 | Von | Kategorie: Domain News, Domain Sicherheit

Liberia leidet unter massiver DDoS Attacke

Seit mehreren Wochen ist das Internet in Liberia massiven Hackerangriffen ausgesetzt und brach zeitweise unter der Last von DDoS Attacken zusammen. DieDomain-Server des Internetanbieters Lonestar Cell MTN wurden mit Anfragen überflutet, sodass er zusammenbrach.

Der kleine afrikanische Staat Liberia liegt in der Entwicklung der landesweiten Internetstruktur weit hinter anderen Ländern zurück. Es existiert nur eine Glasfaserleitung und nur etwa 10% der 4.5 Millionen Einwohner haben derzeit einen Internetanschluss. Ideals Bedingungen für Hackerangriffe und Störungen des Internets.

Experten vermuten Botnet hinter Attacken
Der Grund für die Hackerangriffe auf das liberianische Internet sind nicht bekannt. Auch die genauen Ziele können derzeit nicht benannt werden. IT-Experten vermuten aber, dass diese Attacken nur als „Testphase“ für größere Vorhaben gefahren wurden. Im Verdacht steht das Botnet „Mirai“ , dass bei Cyberangriffen immer wieder ausgemacht wird und sich weltweit über infizierte Computer und vernetzte Elektro- und Haushaltsgeräte des „Internet oft Things“ (IOT) verbreitet. „Mirai“ soll ein Netz von rund 10.000 infizierten IOT-Geräten und Computern gebildet haben.

Über die Botnetze werden gewaltige DDoS Angriffe ausgeführt. Im Oktober wurden z.B. die Webseiten des Sicherheitsexperten Brian Krebs infiziert. Auch der der DNS Dienstleister SYN hatte massive Ausfälle nach einer großen Attacke, nach der Twitter, Netflix, PayPal und Amazon in den USA, Europa und Japan zeitweilig abgeschaltet werden mussten.

„Mirai“ in der Testphase?
Wer für den jüngsten Hackerangriff in Liberia verantwortlich ist, konnte derzeit nicht festgestellt werden. Sicherheitsexperte Kevin Beaumont ist besorgt und denkt, dass dieser Übergriff nur der Beginn von weiteren groß angelegten Hackerangriffen sein könnte. Seiner Meinung nach wurde her nur ein kleinerer Test veranstaltet, um die Leistungsfähigkeit, Reichweiten und Möglichkeiten von „Mirai“ zu erforschen. Er schreibt auf seinemDomain- Blog: „Die Angriffe sind extrem beunruhigend, weil sie nahelegen, dass ein Mirai-Nutzer genug Kapazität hat, um die Systeme eines ganzen Staates schwer zu beeinträchtigen“.

 

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