Domainwelt: Facebook oder Waschmaschine ?

6. Juni 2015 | Von | Kategorie: Domain News, Domain Smalltalk

für Bundeskanzerin Merkel ist es schön, beides zu haben 🙂

Der 35. Evangelische Kirchentag vom 5.-7. Juni 2015 in Stuttgart hat Menschen aus allen Regionen Deutschlands angezogen. Einer der Höhepunkte auf der Agenda der Veranstalter war das Diskussionsforum mit Angela Merkel, die über die Chancen und Gefahren der Neuen Medien in der Domainwelt referierte. Mehr als 9.000 Menschen kamen in die Hanns-Martin-Schleyer Halle, um die Bundeskanzlerin zu sehen und zu hören.

Ein interessanter Beitrag, gilt die Kanzlerin ja nicht gerade als Vorreiterin in der Nutzung der Neuen Medien. Sie sieht das Internet als Motor für die Globalisierung, stellt aber heraus, dass dem digitalen Domainmissbrauch ein Riegel vorgeschoben werden muss.

Vorratsdatenspeicherung: Pro und Kontra
Als Betroffene der NSA Spionage – der US Geheimdienst spähte das Handy der Kanzlerin aus – spricht sich Merkel trotzdem nicht generellgegen die Vorratsdatenspeicherung aus, sondern verteidigt das Vorgehen der internationalen Geheimdienste. Sie fordert im Gegenteil mehr Zusammenarbeit mit den Nachrichtendiensten, um den IS-Terror weltweit und auch auf digitaler Ebene effektiv zu bekämpfen.

Allerdings nur unter den klaren Regeln des Datenschutzes. Millionenfaches Ausspähen von Bürgern und Firmen darf es in Zukunft so nicht mehr geben.

Den Aktivisten gegen das neue Vorratsdatenspeicherungs-Gesetz gibt die Kanzlerin mit auf den Weg, dass viele Bürger jeden Tag im Internet persönliche Daten und Fotos freigeben, ohne mögliche Folgen zu bedenken. Deshalb sollte der Staat im Notfall das Recht haben, zum Schutz des Landes bestimmte Daten abzufragen und zu speichern.

Soziale Netzwerke als kommunikative Domain-Plattformen
Die sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, beurteilt die Kanzlerin grundsätzlich positiv als Mittel zur Kommunikation, sieht aber auch die Gefahren. Mobbing und bösartige Kommentare seien an der Tagesordnung und unter dem Schutz der Anonymität werden persönliche Grenzen zu oft verletzt. Angela Merkel warnt davor, das Internet als „grenzenloses Medium“ ohne klare Regeln im zwischenmenschlichen Umgang zu sehen.

Ein gelungenes, kurzweiliges Referat der Kanzlerin, die sich darin in einer sehr sympathischen Art mit der „digitalen Welt“ auseinandergesetzt hat und Chancen, u.a. für digitale Jobs, den globalen Handel oder den Gesundheitsmarkt, gut auf den Punkt gebracht hat.

 

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